Insulinom: Neuroendokriner Pankreastumor

In diesem Monat ein Orchideenfall. Das Nativbild rechts zeigt einen echoarmen runden Pankreastumor, auf dem korrespondierenden Kontrast verstärkten Bild ist diese Raumforderung nicht vom umgebenden Pankreasgewebe abzugrenzen.

Sie ist also gut vaskularisiert und verliert erst im Verlauf vorzeitig die Kontrastierung.Das passt nicht zu einem Adenokarzinom, denn diese nehmen nur minimal Kontrastmittel auf. 

Die Hyperperfusion sollte immer an neuroendokrine Tumore denken lassen - Insulinome gehören zu dieser Entität. Überraschend ist die fehlende Darstellung im CT, gemäß schriftlichem Befund auch im MRT.

Exendin-4 FDG-PET/CT in Insulinoma PET/CT mit Exendin-4

Im PET/CT mit Exendin-4 zeigt sich passend zum Ultraschallbefund ein leuchtender Herd (Pfeil), der histologisch dem gesuchten Insulinom entsprach. Seit der Operation ist die Patientin beschwerdefrei. Diese Methode hat hervorragende Daten in der Detektion benigner Insulinome.

Bisher sind als Standard der erweiterte Hungerversuch über 72 Stunden etabliert. Die Endosonografie der Goldstandard gegenüber anderen Bildgebungen. Oft sind die kleinen Tumore nicht von der Umgebung zu unterscheiden. Die Exendin-4 PET/CT hat in bisherigen Untersuchungen alle benignen jedoch nicht die malignen Insulinome dargestellt (Eur J Nucl Med Mol Imaging. 2013 Apr;40(4):524-31). 

Exendin-4 ist die synthetische Variante des Exenatide (Diabetesmedikament) und bindet an GLP-1 Rezeptoren, die Insulinomzellen über exprimieren.

 

 

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