Morbus Basedow (Grave's disease)

Sonografic appearance of autoimmune hyperthyreosis Verplumptes echoarmes Organ mit hypertrophem Isthmus
Grave's disease of the thyroid Hyperperfusion bei M. Basedow

Der Morbus Basedow zeichnet sich durch eine oft massive Perfusionssteigerung ("vaskuläres inferno") der Schilddrüse aus, die Flußgeschwindigkeit von normalerweise 10-25 cm/s kann sich vervielfachen. In extremen Fällen kann dann ein vibrierendes Schwirren über dem Organ palpiert werden. Ursache sind Antikörper gegen TSH-Rezeptoren der Schilddrüse (TRAK). Diese heften sich langfristig an die Rezeptoren und stimulieren diese. Dadurch wird die Schilddrüsenhormon-Produktion massiv angekurbelt, eine Hyperthyreose entsteht.

 

Die Kombination aus Struma, endokriner Orbitopathie und Tachykardie wird nach dem Wirkungsort Basedows Merseburger Trias genannt und kann auch heute als pathognomonisch gelten. Selbstverständlich gehört der Nachweis einer Hyperthyreose heute obligat dazu, allerdings treten gelegentlich hemmende TRAK auf, die eine Hypothyreose verursachen. 

 

Eine thyreostatische Therapie bis zu einem Jahr ist gerechtfertigt, da die Krankheit damit remittieren kann. Anderenfalls ist die operative Entfernung der Schilddrüse Mittel der ersten Wahl, alternativ steht die ablative Radioiodtherapie zu Verfügung.

 

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