posttraumatische pulmonale und hepatische  Hämatomzyste sowie Pseudarthrose des Sternoclaviculargelenks rechts nach Leitersturz vor 5 Jahren

Die ungewöhnliche Zyste der Leber hat mich dann doch ins Grübeln gebracht. Sie lag sehr nahe an der V. cava, so dass ich zunächst an eine Aussackung der Cava dachte. Kontrastmittelsonografisch fand sich aber keine Perfusion, so dass ich ein liquifiziertes Hämatom vermutete. Das wiederum erinnerte an den Befund der rechten Lunge. Die Geräuschkulisse schließlich, die die Dienstärztin irritiert hatte, konnte eigentlich nur knöcherner Genese sein. Dafür wiederum kamen nur die Rippen in Frage. Und tatsächlich fand sich am unteren rechten Sternoclaviculargelenk eine Pseudarthrose.

 

Jetzt nochmal die gezielte Anamnese nach Unfällen wiederholt - und schon erinnerte sich der Patient, dass er vor 3 Jahren einige Meter von einer Leiter gestürzt war. Ambulant war er geröntgt worden, eine Fraktur fand sich nicht. Aber er hatte noch ein halbes Jahr lang erhebliche Schmerzen, sich aber keine Gedanke weiter gemacht.

 

Rückblickend bestand die Verletzung aus einer ventralen pseudarthrotisch verheilenden Rippenfraktur, einer Lungen- und einer Leberkontusion. Das Lungenhämatom war wohl ebenfalls liquefiziert und hatte Jahre später - vielleicht durch einen Hustenstoß im Rahmen eines Infekts - Anschluss zum Bronchialsystem gefunden.

 

Nochmal von vorn?