Duodenal- und Sigmadivertikel

Links der Querschnitt des Duodenums, rechts schließt sich ein breiter Gasreflex an (Divertikel), der ventral von einem dünnen echoarmen Saum (Divertikelwand) begrenzt wird. Oberhalb davon findet sich echoreicheres Gewebe - das Pankreas. Mit dem Linearschallkopf sieht man den Befund mittig oberflächennahe.

Duodenaldivertikel tretem im Alter recht häufig auf, üblicherweise ohne Probleme zu bereiten. Allerdings mündet in ihnen oft die Vatersche Papille, deren Durchtrittstelle im Duodenum als Bindegewebslücke für das Divertikel fungiert. Muss eine ERCP durchgeführt werden, kann die Intubation der Papille deutlich erschwert sein. Die seltenen Blutungen in diesen Divertikeln endoskopisch zu stillen, kann anspruchsvoll sein.

Im uneren Bild erkennt man unterhalb der Bauchdecke 2 halbrunde Strukturen, die eine Gashaube mit Schallschatten tragen - reizlose Sigmadivertikel. Die unterhalb davon horizontal bis schräg nach rechts oben verlaufende echoarme Struktur mit kleineren Gasreflexen entspricht dem Sigmoid mit mäßiger Wandverdickung. Die Umgebung des Colons zeigt weder eine Hyperechogenität noch Gasreflexe, so dass die Zeichen der Divertikulitis fehlen. Auch sind bei der Divertikulitis die betroffenen Divertikel zumeist zugeschwollen zeigen also keine Gasreflexe, sondern eine echoarm fast homogene Struktur.