Autoimmunpankreatitis

Seinerzeit war mir ein Pankreas dividum mit gut verfolgbarem DHC und überkreuzendem D. wirsungianus aufgefallen. Daher sah ich dies als Ursache für die rezidivierenden Entzündungen an. Die dezidierte Sonografie des Pankreas und die ERCP zeigten keinen Anhalt für eine maligne Genese.

Leider konnten wir den Verlauf nicht verfolgen. 8 Jahre später bin ich nun selbst im Pankreaszentrum tätig und erinnerte mich an meinen ehemaligen Patienten.

 

 

Den Akten zufolge hat mein Vorgänger eine autoimmune Pankreatits bedacht, die Werte für Immunglobulin G4 waren massiv erhöht. Unter einer Cortisonstoßtherapie verheilte die Erkrankung schließlich. Nicht immer zeigt die Autoimmunpankreatitis die typische wurstförmige Schwellung des gesamten Organs, gelegentlich wird sie erst postoperativ diagnostiziert, wo ein Pankreaskarzinom vermutet worden war. Eine typische "Denk dran"-Diagnose.

 

Ein lesenswerter Übersichtsartikel aus dem Ärzteblatt zu IgG4-Erkrankungen findet sich hier.