Fortsetzung 1

Wir haben folgende Leber-, Pankreas und Entzündungswerte sowie Immunglobulin G4 und Anti-Laktoferrinantikörper als Marker der Autoimmunpankreatitis sowie CA 19-9 bestimmt:

Kreatinin

0,56

0,5-0,9

mg/dl

GPT/ALT

138H

-<35

U/l

GOT/AST

68H

-<37

U/l

GGT

90H

-<40

U/l

AP

129H

55-105

U/l

Ges.Eiweiss

83,6H

60-80

g/l

CHE

9,48

4,26-11,2

kU/l

Lipase

193H

19-63

U/l

ANCA-IFT

1:100H

-<1:10

Titer

CA 19-9 (neu)

49,3H

-<37

U/ml

IgG2

3,82

1,15-5,7

g/l

IgG1

7,82

2,8-8,0

g/l

IgG3

0,51

0,24-1,25

g/l

IgG4

1,68H

0,05-1,25

g/l

 

Anti-Laktoferri

67,4H

-<15

IU/ml

Die hohen IgG-4 Werte lassen eine Autoimmunpankreatitis vermuten. Die erhöhten Leberwerte sprechen für eine Beteiligung der Gallenwege. Wir begannen daher eine Cortisonstoßtherapie. Leider mußte die Patientin mit massiven Schmerzen bereits 3 Tage späte in eine periphere Klinik eingewiesen werden. Dort setzte man das Cortison sofort ab, da die Leberwerte auf ein Schmerzmedikament zurückgeführt wurde und eine Endosonografische Punktion die Autoimmunerkrankung nicht erhärten konnte. Ein erneutes MRT wurde als unauffällig befundet. Die diskrepanten Auskünfte setzten der Patientin zu, sie sandte uns die MRT- Bilder zu. Hier fiel ein kurzstreckiger Abbruch des Pankreashauptganges auf, ohne Stauung des abhängigen D. wirsungianus. Wir bestellten die Patientin zur Sonografie ein. Hier endlich die Bilder: