Whipple-OP

Auch wenn IgG4 eine Autoimmunpankreatitis suggeriert und der Patient unter Cortison eine Linderung erfuhr: Der Gang blieb erweitert, Bilirubin weiter erhöht. Zudem blieben der hochsuspekte Kontrastmittelbefund in der Sonografie, der fehlende Nachweis der AIP typischen Kontrastierung in der MR-Spätphase.

 

Daher wurde die Indikation zur - hier DaVinci assistiert laparoskopisch duchgeführten - Whipple-OP beibehalten. Es bestätigte sich ein Adenokarzinom des Pankreaskopfes mit Zeichen der abklingenden Pankreatitis.

 

Der Fall illustriert eindrücklich das Dilemma in der Unterscheidung zwischen Adeno-Ca und fokaler Autoimmunpankreatitis. IgG4 gilt als  Marker, wird aber recht häufig auch beim Pankreas-CA gefunden - fehlt hingegen bei der Autoimmunpankreatitis Typ 2. Ein Ansprechen auf Steroide ist ebenfalls nur bedingt diagnostisch zu verwerten, da die häufig ein Karzinom begleitende Entzündungsreaktion unterbunden wird und eine scheinbare Besserung bewirken kann.

 

Daher sollte die Diagnose Autoimmunpankreatitis bei geringstem Zweifel kurzfristig überprüft werden. Eine Hypokontrastierung einer Pankreasläsion im Kontrastmittelschall ist immer ein Alarmzeichen.

 

zurück zum Beginn