Cholangiozelluläres Karzinom

Schnell ist klar, hier handelt es sich um malignes Gewebe. Die vorzeitige Auswaschung des Kontrastmittels beweist leberfremdes Gewebe.

Zunächst kontrastiert gesundes Gewebe nach wenigen Sekunden. Die Läsion bleibt unkontrastiert, füllt sich aber über eine zentrale Arterie auf, um nach 12 s leberechogen zu sein. Bereits nach 20 s folgt die rasche Dekontrastierung der Raumforderung.

 

Zunächst habe ich an eine Metastase gedacht - die Umfelddiagnostik von GI-Trakt, Mamma, Thorax, Abdomen, Genitale blieb aber unergiebig. Daher wurden die Messer gewetzt und ein cholangiozelluläres Karzinom in sano reseziert. Die gute Arterialisierung ist nach meiner Erfahrung nicht typisch für ein CCC, schließt dieses aber (wie auch bei den Pankreaskarzinomen) nicht aus. Es war ein recht erfreulicher Verlauf, den die Patientin in erster Linie dem aufmerksamen Hausarzt zu verdanken hat.